Donnerstag, 17. Januar 2013

Moar, Englisch und andere Versuche, zu kommunizieren

27. September
Dada wollte heute mit uns zum Haus des Pastors gehen. Auf dem Weg dorthin haben wir immer Leute getroffen, denen wir „Awuanduali“ sagen konnten. Die meisten haben gelacht oder gegrinst und manche waren richtig überrascht! Aber die Begrüßung ist ne lange Zeremonie und bei den Einheimischen wirkt das wie eingeübt. Wir müssen noch viele Begriffe lernen, bis wir es voll drauf haben.^^
Später wollten wir gerne mal zum Markt. Dada meinte, er holt jemanden, der mit uns zum Markt geht, weil es alleine wegen der Kommunikation schwierig ist... Eva, die Haushaltshilfe in unserem Haus, hat uns schließlich begleitet.
Auf dem Markt war es wie zu erwarten sehr sehr voll und laut. Meistens wurde Reis oder Bohnen oder kleine getrocknete Fische oder roter Pfeffer oder Stoffe oder Plastikbehältnisse oder Kosmetikartikel oder Flipflops verkauft. Wir haben uns einen Mülleimer gekauft und ein Stück Stoff als Tischdecke. Das mit der Kommunikation war wirklich nicht so einfach, selbst mit Eva. Zuerst waren wir an einem Stand, wo wir einen schönen Stoff kaufen wollten. Wir haben uns schon Zuhause überlegt, dass ein Yard als Tischdecke reichen würde. Der Mann hat gesagt, dass es 2,50 kostet. Später stellte sich heraus, dass er 25 Cedi meinte und zwar für den ganzen Stoffballen! Soviel hatten wir gar nicht mit und wollten wir auch nicht ausgeben. Wir haben gefragt, ob er uns nicht ein Yard abschneiden könnte, aber das ging bei dem Stoff wohl nicht (warum auch immer). Das fanden wir schade, weil der wirklich schön war, aber da konnten wir nichts machen.
Die Ghanaer haben noch nicht so lange ihre aktuelle Währung, dessen muss man sich bewusst sein. Denn viele sagen twentythousand für 20 Pesawas usw. Man muss dann einfach 5 Nullen abziehen, dann hat man den eigentlichen Preis in Cedi. Aber wenn man das nicht weiß (wie wir am Anfang), kann es zu großen Missverständnissen kommen. 20.000 für einen Wasserbeutel???
An einem anderen Stand haben wir dann einen anderen Stoff gekauft, den konnten wir aber auch nur als 2-Yard-Stück kaufen. Wir wollten noch gerne einen Spiegel kaufen, aber das hat Eva irgendwie nicht verstanden, zuerst hat sie uns zu Milch geführt, dann zu Kaffeepulver, bis wir es aufgegeben haben. Ich glaube, die wissen hier teilweise gar nicht, was ein Spiegel ist! :D
Hier im Dorf sprechen weniger Leute Englisch, als ich erwartet hätte. Das macht es natürlich kompliziert, aber ich glaube, zumindest mit den jungen Leuten kann man Englisch reden. Zum Glück wird der Gottesdienst auf Englisch abgehalten wird bzw. übersetzt, sonst wäre es echt ätzend für ein Jahr! Unsere Mama kann gar kein Englisch, sie hat mich gestern auf der Stammessprache Moar angesprochen und dann mit Händen gezeigt, was sie wollte. Aber mit einem Lächeln kommt man hier immer durch, glaube ich. :P

Eure Lisa

Samstag, 12. Januar 2013

Ein Rundgang durch Bunkpurugu

26. September
Heute wollten wir uns gerne mal unser neues Heimatdorf ansehen. Dada haben wir unterm Baum an der Straße gefunden. Wir haben ihm gesagt, dass wir gerne in die Stadt würden um ein paar Sachen zu besorgen. Er sagt, er holt ein Mädchen, das uns führen soll. Wir haben uns solange einfach unter den Baum gesetzt. Dann kam er irgendwann mit einem Mann namens John. Dada meinte, dass das Mädchen keine Zeit hatte, weil es grade privaten Unterricht gegeben hat und in der Schule war. Dafür würde John uns die Stadt zeigen. Wir sind dann auch direkt los. John hat uns ein bisschen ausgefragt, wie lange wir hier sein würden und was wir hier machen und so. Als er erfahren hat, dass wir aus Deutschland kommen, meinte er, dass es sein großer Traum ist, mal nach Deutschland zu kommen. Das hören wir von fast allen Ghanaern!
Er hat uns die großen Straßen in der Stadt gezeigt. Es gibt zwei „Main Streets“, die zum Marktplatz hinführen. Überall stehen ganz viele Läden am Rand, alle niedrige Hütten mit Wellblechdach. Den Marktplatz haben wir uns auch angeschaut, es war alles leer, weil erst morgen Markttag ist. Da kommen wohl viele Leute von weit weg die hier ihre Waren verkaufen. Alles war voll mit Holzständen. Da standen auch einige umgekehrte Tonkrüge, die sahen ein bisschen aus wie Rieseneier! John hat gesagt, dass man darin Wasser lagert bzw. erhitzt oder eine Suppe drin macht oder so.
Ich habe ganz viele Fotos gemacht. John hat uns erklärt, dass Bunkpurugu die Hauptstadt vom Bunkpurugu Yunyoo District ist. Trotzdem ist es hier sehr ländlich, zumindest mehr als in Jirapa und manchmal kommt man sich wie 100 Jahre in die Vergangenheit versetzt vor. Zum Beispiel wenn ein Kind einen Reifen vor sich über die Straße rollen lässt oder wenn ein Eselskarren vorbeifährt.
John hat uns auch nochmal ein paar Wörter in seiner Sprache beigebracht, was wir sofort anwenden konnten. Zum Beispiel heißt „Awuanduali“ „Guten Morgen“ und darauf antwortet man mit „Limah“. Damit haben wir die Leute begrüßt, die haben alle gelacht und waren überrascht. John sagte, dass sie sich darüber freuen. Es sei eine besondere Ehre wenn wir sie begrüßen und dass es das Thema des Tages sein wird! „Die weiße Frau hat mir Awuanduali gesagt!“
In den Geschäften haben wir immer „Nipo“ anwenden können, das heißt nämlich „Danke“.
Wir haben so allerhand eingekauft. Einen Spiegel und Mülleimer gab es nirgends. Da müssen wir halt morgen noch zum Markt, da gibt es das bestimmt.
John hat uns noch ein paar Familienmitgliedern vorgestellt und ein paar Freunden. Wir waren in einem Drug Store (Apotheke), der seinem Bruder gehört. Der Laden hieß „Still Love Jesus Chemicals“ und es gab auch einen „Good Shepherd Supermarket“, das war aber kein wirklicher Supermarkt, sondern ein genauso kleiner Laden wie alle anderen. :D Wir müssen im Moment sparsam mit dem Geld umgehen, weil Janina nur noch ca. 40 Cedi hat und wir erst wieder Geld abheben können, wenn wir mal in Tamale sind. Das kann noch dauern, aber Elisa hat gesagt, dass sie und Gesa (die zwei Freiwilligen in Nakpanduri) uns Bescheid sagen, wenn sie das nächste Mal fahren, damit wir zusammen fahren können. Man muss, um nach Tamale zu kommen, den Bus um 3 Uhr morgens nehmen und dann fährt man ca. 6 Stunden. Aber das ist halt die nächste große Stadt und die Hauptstadt der Northern Region.
Johns ältere Schwestern und seine kleine Nichte haben wir auch noch kennengelernt. Johns eine Schwester hat ihren Namen nach dem Wochentag, an dem sie geboren wurde. Ziemlich unkreative Variante, einem Kind Namen zu geben! :D Seine andere Schwester besitzt einen Friseurladen, da hängen ganz viele falsche Haare an der Wand!^^ Man hat richtig gemerkt, wie stolz John auf seine Schwester war. Ich habe ein Foto von ihrem Laden gemacht, davon war er total begeistert und wollte es sich ausdrucken. Er geht aber morgen zurück zur Uni nach Bolgatanga. Er möchte Bankkaufmann werden und einen schönen Anzug und Krawatte tragen, hat er uns erzählt! Er ist schon im letzten Jahr und hat keine Lust mehr. :P
Wir kamen auf dem Weg an ganz vielen interessanten Bäumen und Pflanzen vorbei und John hat uns erklärt, was was ist und wofür man es braucht. Auch an einem Beet von rotem Pfeffer kamen wir vorbei, das sah cool aus. Ein Baum hatte eine lustige Frucht, das war flach und länglich und ziemlich groß. John hat uns beiden jeweils eins abgebrochen und gesagt, dass es wie ein Schwert aussieht. :D
Als wir wieder Zuhause ankamen, hat sich John noch zu uns auf die Veranda gesetzt und wir haben ihm was zu trinken angeboten, ganz wie es sich hier gehört. Als es Abendessen gab, haben wir ihn dazu eingeladen.
Janina und ich haben dann das Zeug gespült, es triefte nur so von Öl! Hier bereitet man nicht die Soße mit Öl zu, sondern das Öl mit Soße!! John ist dann irgendwann nach Hause gegangen, das war nicht schlecht, wir waren nämlich ziemlich platt. Wir haben noch auf Janinas Bett Karten gespielt und Musik gehört. Mir ist nie aufgefallen, dass es nur so wenige Kartenspiele gibt, die man zu zweit nur mit Skatkarten spielen kann! Wir brauchen dringend Freunde! :D

auf dem (noch) leeren Marktplatz

erinnert mich ein bisschen an die Arbeiten von Andy Goldsworthy


Der "Friseur-Salon" von Johns Schwester

Ein Schwert vom Baum ;)


Baobab oder Affenbrotbaum

man beachte den Zustand der Straßen! :/ Wie soll man da denn Rollerfahren lernen??

in der Stadt
Eure Lisa

Montag, 7. Januar 2013

Viele neue Gesichter

So, weiter geht es mit Bunkpurugu:
25. September
Heute früh bin ich aufgestanden und hab erstmal meine Sachen aus dem Koffer gekramt, die ich zum Duschen brauchte. Dann bin ich raus, wo schon ein paar Leute aus der Familie waren, die mir alle einen guten Morgen gewünscht haben. Ich habe mir aus einer großen Tonne Wasser in meinen Eimer geschüttet und bin dann duschen gegangen. Also die „Dusche“ ist ein Raum mit einem Loch. An der Wand ist ein Seil gespannt, wo ich meine Handtücher und Klamotten drüber gehängt habe. Dann habe ich mit dem kleineren Eimer Wasser aus dem größeren geschöpft und über mich gegossen. Den Körper zu waschen ging eigentlich ganz gut. Dann waren die Haare dran, das war schon etwas haariger.^^
Im Zimmer hab ich mich dann noch zuende fertig gemacht. Schminken war gar nicht so einfach ohne einen richtigen Spiegel. Ich hab den aus meinem Kosmetiktäschchen genommen, aber so gut ging das nicht. Wir müssen demnächst mal einen großen Spiegel kaufen. Janina hat noch eine Liste mit all den Sachen gemacht, die wir noch brauchen, wie zum Beispiel Mülleimer, Klopapier (!!!), eine Tischdecke und so weiter. Dann kamen auch schon die anderen zum Frühstück. Das war zum Glück schon gedeckt in der Veranda. Es war im Grunde wie sonst auch immer. Wir hatten kein kaltes Wasser, also hab ich einfach das kochende für den Tee genommen, um mein Doxycyclin damit einzunehmen.
Nach dem Frühstück sind wir alle zusammen mit unserem Pastor Jonathan losgefahren zum Immigration Office. Wir sollten nämlich überall in der Stadt den Leuten vorgestellt werden.
Wir hatten zwar noch keine Papiere, die sind ja noch bei Dada Ayembilla in Accra, aber der Mann im Immigration Office sollte uns einfach mal so schonmal kennenlernen. Mama und unser neuer Dada (ich nenne ihn im Folgenden Dada Konlambik) haben ihm erklärt, was wir hier machen, wer wir sind und so weiter.
Wir waren ganz in der Nähe von der Grenze nach Togo. Man fährt hier nur ca. 10 Minuten bis nach Togo!
Vor dem Immigration Office haben wir noch ein Gruppenbild gemacht und dann ging es weiter zum Chief, also dem Häuptling hier sozusagen.
Zuerst saßen wir draußen unter einem Baum und haben mit zwei älteren Männern geredet, die wie so Helfer von dem Chief waren. Was genau ihre Funktion ist, weiß ich nicht. Pastor Jonathan hat uns erklärt, dass es Tradition ist, wenn man beim Chief eingeladen ist, vorher seine Schuhe auszuziehen, bevor man das Haus betritt. Also solange es Flipflops oder Slipper sind oder so, feste geschlossene Schuhe kann man wohl ruhig anlassen.
Wir sind dann (ohne Schuhe) reingegangen, wo im Hof der Chief auf einem bequemen Stuhl saß. Seine Füße ruhten auf einem Ziegenfell, wo noch ein dickes Lederkissen drauf stand. Der Chief war irgendwie nicht so alt, wie ich es mir vorgestellt hätte. Er trug einen Vollbart und eine Kappe und war unter viel Stoff verborgen. Dada Ayembilla hat uns mal erklärt, dass wichtige Personen immer viel Stoff tragen, obwohl es natürlich heiß ist darunter. Aber je mehr Stoff desto mehr Bedeutung hat die Person.
Wir haben uns erstmal auf die Bänke gesetzt, die neben dem Stuhl aufgereiht waren. Wir haben einfach alles nachgemacht, was die drei Ghanaer gemacht haben. Als erstes haben wir uns vor den Bänken hingehockt und geklatscht. Später hat uns Ephraim erklärt, dass das Klatschen ausdrückt, dass man Respekt vor dem Chief hat und ihn lobt. Man klatscht auch immer, wenn er was sagt, egal, was er sagt. Der Chief hat uns zu verstehen gegeben, dass wir uns wieder erheben können, da haben wir uns wieder auf die Bänke gesetzt. Dada Konlambik hat ihm erklärt, was wir hier machen und wieso wir gekommen sind. Der Chief hat allgemein sehr wenig gesprochen und meistens hat einer der zwei Männer für ihn gesprochen. Die zwei hockten neben ihm auf dem Boden und haben oft zwischendurch geklatscht. Der eine Mann hat uns gesagt, dass der Chief uns willkommen heißt und betet, dass unser Aufenthalt und alles, was wir hier vorhaben, ein Segen sein wird und unter Gottes Führung sein soll. Alles wurde in der Stammessprache gesagt, aber oft hat Dada Konlambik für uns übersetzt. Janina und ich sollten aufstehen, damit er sehen konnte, wer von uns in Bunkpurugu bleiben würde. Dann sind auch noch Elisa und Gesa aufgestanden, weil deren Einsatzort Nakpanduri auch zu seinem Gebiet gehört.
Nachdem wir den Chief besucht hatten, sind wir zum Police Office gegangen. Da sind dann nur Janina und ich mitgegangen, um dem Commander vorgestellt zu werden. Der kannte auch schon Elisa und Sandra, die letztes Jahr in Nakpanduri gewesen sind. Er meinte, er findet es gut, was wir machen, weil er auch eine Waise ist seit 2001. Alle haben gelacht, weil er ja schon ein erwachsener Mann ist und Pastor Jonathan meinte, dass wir doch auch ab und zu vorbei kommen sollen, um uns um ihn zu kümmern! :D
Danach sind wir wieder nach Hause gefahren, wo das Mittagessen schon auf dem Tisch stand. Diesmal gab es Yams mit einer Tomatensauce und Hähnchenteilen. Die Soße war himmlisch! Haben uns bei Emilia bedankt, die das Essen gemacht hat.
Mama hat sich zu uns an den Tisch gesetzt und mit uns gegessen. Nach dem Essen mussten die anderen auch schon ziemlich schnell fahren. Jetzt war also der Moment des Abschieds gekommen. „Die Gemeinschaft wurde aufgelöst“ sozusagen.^^ Wir sind noch zu den Autos gegangen und haben allen Tschüss gesagt. Als sie losgefahren sind, haben wir dann noch hinterhergewunken und dann war es plötzlich ganz ruhig. Wir sind ins Haus und haben noch ein bisschen aufgeräumt und so. Irgendwann kam Duncen, unser Gastbruder, und hat uns ein paar Sachen erklärt. Wir haben ihn gefragt, wie das ist mit dem Internetstick. Er meint, er schaut, ob man sowas hier bekommen kann und sobald er Zeit hat, geht er mit uns in die Stadt, damit wir ein paar Besorgungen machen können. Super! :P
Wir haben dann noch draußen die restlichen Gläser vom Mittagessen gespült. Abtrocknen hat nicht ganz funktioniert, weil die Trockentücher irgendwie nichts aufgesaugt haben, aber hier trocknet ja eh alles in nullkommanix. Als ich die Gläser mit dem Tablett in die hall getragen, hab ich bei dem Versuch, die Tür mit vollen Händen zu öffnen, eins fallen lassen, das ist kaputt gegangen. :/ Naja, ich denke, 5 Gläser reichen auch erstmal. Ich hab dann noch schnell alle Splitter weggefegt und in die Mülltonne vor dem Haus geschmissen. Hier laufen alle barfuß rum, da muss man also richtig aufpassen.
Ich habe noch mit Mona Zuhause telefoniert und dann hab ich das Zimmer mit Insektenspray eingesprüht. Gestern abend hab ich nämlich richtig viele eklige Viecher darin gesehen. Ich hoffe, die sind jetzt alle tot!
Janina hat in der hall Tagebuch geschrieben und ich hab mich dann auch mit meinem Laptop zu ihr gesetzt. Wir haben den Tisch so vors Fenster gestellt, dass die schmale Seite am Fenster ist. So haben wir genug Licht. Wir selbst haben nur zwei Stühle, aber für uns reicht es ja allemal.
Dann wollten wir gerne mal raus, ein bisschen unters Volk kommen sozusagen. Im Hof war niemand aus der Familie, also haben wir uns unter den Baum an der Straße gesetzt und gehofft, dass jemand vorbei kommt. Die ließen auch nicht lange auf sich warten. Zuerst kam ein Mann, der uns die Hand gegeben hat und sich mit „Emmanuel“ vorgestellt hat. Wir haben ihm auch unsere Namen gesagt und er meinte, er kommt öfters mal vorbei um Hallo zu sagen. (Wir haben ihn nie wieder gesehen. :D) Naja, als er weg war, kamen nach kurzer Zeit ein paar kleine Jungs aus dem Dorf, die sich ganz aufgeregt zu uns gesetzt haben. Erst haben sie sich nicht getraut, was zu uns zu sagen. Dann haben wir sie auf Englisch gefragt, ob sie Englisch sprechen und als alle genickt haben, wie ihre Namen sind. Es waren ungefähr 11 Jungs im Alter von 10-13 oder so. Darunter gab es ein Zwillingspaar (was man sofort erkennen konnte) die hießen Obed und Ewas und waren am meisten am Reden. :P Dann gab es noch einen Michael, einen Klinki (später haben wir herausgefunden, dass er Clinton heißt, die sprechen das nur so witzig aus), einen Junior und die anderen Namen habe ich glaube ich schon wieder vergessen. Der kleine Daniel, der Dan genannt wird war auch dabei. Er ist der Sohn von Duncen und 3 Jahre alt. Sehr knuffig, aber auch ziemlich frech, der hat mit einem Stock nach den Jungs gehauen, sodass sie wie aufgeschreckte Hühner auseinandergestoben sind! Die Jungs haben gesagt, dass sie uns ihre Sprache beibringen wollten, das kam uns sehr gelegen, weil das hatten wir eh vor. :) Janina hat einen Collegeblock und einen Stift geholt und dann haben wir immer einen englischen Begriff aufgeschrieben und die Jungs die Übersetzung auf Moar. Es gab immer vorher eine große Diskussion, wie man es schreibt und ich glaube, es steht nicht alles korrekt da. Es war süß, wie eifrig sie dabei waren.^^
Irgendwann kam Dada raus und hat gesagt, dass unsere neue Mama unsere Teller braucht. Wir haben dann schonmal den Tisch auf der Veranda vorbereitet und uns drangesetzt. Die Jungs sind irgendwann auch im Hof erschienen und haben uns durch die Fenstergitter unsere Namen gerufen. Wir haben ihnen zugewunken. Das sah echt lustig aus, es ist nämlich inzwischen dunkel geworden und man hat nur ihr breites Grinsen in der Dunkelheit vor dem Fenster gesehen. :D
Duncen hat sich noch mit Dan zu uns gesetzt und ein bisschen gequatscht.
Wir waren irgendwie richtig müde und sind dann nach dem Geschirrspülen ins Bett gegangen. Im Bett haben wir noch ein bisschen SMS geschrieben mit den anderen und Elisa und Joe haben angerufen. Elisa und Gesa sind ja in Nakpanduri geblieben und die anderen sind ungefähr um 9 in Zebilla angekommen. Für sie geht es bald wieder zurück nach Jirapa.

links Dan mit "Klinki"

ein paar von den chaotischen Jungs - wer die Zwillinge entdeckt kriegt ein Sternchen! :D


auf gehts zum Wasser holen

wie bei uns vor 100 Jahren...
Eure Lisa

Dienstag, 1. Januar 2013

Weihnachten und Neujahr

Hallo liebe Blogleser,
also erstmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich mit den Blogeinträgen so hinterherhinke. Schließlich handelt mein letzter Blogeintrag von den Ereignissen von vor über 3 Monaten! Die Texte sind eigentlich schon geschrieben, aber hinzu kommt das Zusammenstellen und das Auswählen der Bilder und natürlich das Hochladen, das viel Zeit in Anspruch nimmt. Außerdem ist die Internetverbindung manchmal zu langsam oder gar nicht vorhanden, was die Sache erschwert. Also ich hoffe, dass ich es bald schaffe, den Blog auf den neuesten Stand zu bringen.
Zu meiner aktuellen Situation: Im Moment befinden sich fast alle Freiwilligen von FLM in Jirapa, wo wir zusammen Weihnachten und Silvester gefeiert haben. Zwei von uns sind über diese Zeit nach Deutschland geflogen. Wir haben hier eine tolle Zeit und genießen die Gemeinschaft und die Feiertage. Weihnachten haben wir uns ein bisschen typisch-deutsch-weihnachtlich gemacht mit Tees, Zimt, Weihnachtsliedern, der Weihnachtsgeschichte, Schneedeko und einem leckeren Essen. Mit der Ayembilla-Familie haben wir auch noch gefeiert, aber erst am 25. Zu diesem Zweck wurden 2 Ziegen und 2 Schweine geschlachtet! :P Es gab also ein richtiges Festmahl und wir hatten eine lustige Zeit miteinander. Vom 23. bis zum 25. gab es von der Kirche aus eine sogenannte „Christmas Convention“, wo den ganzen Tag Gottesdienste gefeiert wurden und viele Gemeindemitglieder auch aus anderen Gemeinden und Orten zusammen kamen. Das alles fand unter freiem Himmel statt. Das hatte schon was, den Weihnachtsgottesdienst unterm Sternenhimmel und mit den Füßen im Sand zu verbringen!
An Silvester gab es wieder einen ewig langen Gottesdienst, der bis ins neue Jahr hinein ging. Wir sind aber nur eine Stunde ungefähr dabei gewesen. Es wurde sehr sehr viel gesungen und getanzt und gejubelt. Es war ein richtiges Freudenchaos! :D Wir haben mit ins neue Jahr getanzt, das hat echt Spaß gemacht und dann haben wir Freiwilligen noch eine Kerze angezündet, weil wir keine Böller oder Raketen hatten. :P
Ich hoffe, dass euer Weihnachtsfest schön war und dass ihr gut ins neue Jahr gestartet seid. Ich wünsche euch das Allerbeste für 2013!

Eure Lisa


Unser leckeres Weihnachtsfrühstück
Auf der Christmas Convention

Montag, 31. Dezember 2012

Erster Tag in Bunkpurugu

Als wir am 24. September in Bunkpurugu ankamen, waren Janina und ich natürlich total gespannt, wie unser neues Zuhause aussehen würde. Überall stehen (genau wie in Nakpanduri) kleine runde Lehmhütten mit Strohdächern, die sehen manchmal aus wie Zwergenzipfel.^^
Unser Haus ist von einer Mauer umgeben und vor der Mauer steht ein großer Baum. Darunter steht ein Gebilde aus mehreren Brettern und Baumstämmen, wo man sich drauf setzen/legen kann. Vor jedem Haus steht so etwas. Manchmal ist dort statt einem Baum ein Strohdach, sodass man auf jeden Fall im Schatten sitzen kann.
Da es anfing, zu regnen, sind wir erstmal reingegangen, bevor wir die Sachen abgeladen haben. Im Hof steht eine große Palme. Überall laufen Hühner rum mit kleinen flauschigen Küken. Und einen Hund haben wir auch. Auf den Straßen laufen auch immer ganz viele Ziegen, Schafe und Schweine rum. In unserem Hof haben wir auch zwei von den Lehmhütten. Eine davon ist ein Hühnerstall.
Janina und ich haben ein eigenes kleines Haus sozusagen. Das wurde ganz neu gebaut (aber bei uns fertiggestellt zum Glück!) und befindet sich auch im Hof von dem Haupthaus. Es sind einfach zwei gleichgroße Zimmer (ca. 10 m² jeweils) und davor ein offener Raum, dessen Wände nur bis zur Hälfte gehen und darüber rundherum Fenster sind. So ist es ein bisschen, wie wenn man auf einer Terrasse sitzt. Zwei Türen führen von dieser Terrasse nach draußen. Mir hat es sehr gefallen, auch wenn die Zimmer noch komplett leer waren.
Als dann abgeladen wurde, nahmen die Räume allmählich Gestalt an. Wir haben uns entschieden, den rechten Raum als hall zu nehmen (also Wohnzimmer und Küche) und den linken als unser Schlafzimmer. Da wurden dann auch direkt die Betten aufgebaut, die wir aus Jirapa mitgebracht hatten. Man musste einfach nur die einzelnen Balken zusammenstecken. Das ging ziemlich schnell. Wir haben ein bisschen rumprobiert, wie man die Betten am besten stellt. In der hall wurde dann noch ein Holztisch hingestellt und ein blauer Plastiktisch aufgebaut. Dann wurden auch noch Ventilatoren an der Decke angebracht. Die Decke ist mit Plastik verkleidet. Das ist gut, dann rieselt es nicht so von der Decke wie in Jirapa von den Holzbalken. Wir bekamen auch noch eine Holzkiste, in die Mama alle möglichen Sachen gepackt hatte. Da waren zum Beispiel kleine Töpfe, Teller, Geschirrspültücher, Kehrschaufeln, ein Vorrat an Milchpulver und Tee und so weiter drin. Wir werden wohl noch einen Gaskocher bekommen, dann können wir selber kochen. Außerdem stehen in der hall noch zwei Holzstühle und ein kleiner Kühlschrank. Der ist ganz neu und den kann man sogar abschließen! :D
In unser Schlafzimmer haben wir noch Moskitonetze bekommen, obwohl wir beide eins mit haben. Ich habe trotzdem später noch meinen Moskitodome aufgebaut.
Als alles mehr oder weniger fertig war (wir müssen noch einen Fußbodenbelag, Regalbretter für die Küche, Mülleimer, einen Balken für unsere Schränke usw. kaufen), haben wir zusammen Fried Yams gegessen und sind danach zu der Unterkunft von den anderen für diese Nacht gefahren. Die Straßen sind wirklich zerlöchert, also wurden wir wieder ordentlich durchgeschüttelt.^^
Janina und ich sind noch mitgefahren, weil wir noch die letzte Zeit mit den anderen genießen wollten.
In dem Gästehaus haben wir ein bisschen in den Zimmern rumgegammelt, ich war zuerst bei den Mädels im Zimmer und dann bin ich zu Joe und Joseph (also Joe und Joe^^) ins Zimmer gegangen, da war auch noch Janina. Der Fernseher lief natürlich, aber wir haben uns trotzdem einfach unterhalten.
Um sechs ungefähr sind wir wieder zurück zum Haus gefahren, diesmal war ich mit Hanna hinten auf der Ladefläche des Pickups. Das war lustig, wir haben Musik gehört während der Fahrt, aber mussten uns gut festhalten. :P
Zuhause haben wir im Hof an einem langen Tisch gegessen. Es gab Riceballs mit Hähnchen (was denn auch sonst? :P). Es war ziemlich dunkel, aber fürs Essen hat es gereicht. Wir haben dann noch draußen ein bisschen Pantomime gespielt, das war lustig.^^
Dann mussten die anderen auch ziemlich bald wieder zum Gästehaus. Wir haben uns noch von ihnen verabschiedet und ausgemacht, dass die morgen um 8 wieder auf der Matte stehen. Mama meinte, wir sollen Frühstück für die vorbereiten.
Janina und ich haben dann noch ein bisschen die Zimmer eingeräumt und ich hab meinen Moskitodome aufgebaut. Das war gar nicht so einfach, weil die Matratze breiter und kürzer ist als der Dome, aber mit ein bisschen Gequetsche hat es dann doch geklappt. Ich bin mit der Matratze in den laufenden Ventilator gekommen, der hängt ziemlich tief. Aber es ist zum Glück nichts passiert. Dann haben wir uns fertig gemacht. Das Bad hier ist zweigeteilt. Es gibt einen kleinen Raum zum Duschen und einen als Klo. Beides besteht jeweils nur aus einem Loch und einer Glühbirne. Die in der Dusche funktioniert sogar! :P Das Klo kann man von außen verriegeln, aber von innen nicht, was natürlich viel Sinn macht! :D Wasser holt man aus einem großen Tonkrug im Hof. Während Janina „geduscht“ hat, hab ich vor der Tür die Zähne geputzt. Da haben wir auch unsere Sachen auf eine Mauer gehängt bzw. gelegt. Unterm Sternenhimmel die Zähne zu putzen und so hat irgendwie was von Zelten. :P

die Palme in unserem Hof

die zerklüftete Straße

so sieht hier ein typisches Haus aus

süße Esel laufen im ganzen Dorf herum

Janina in unserer tollen "Dusche" :D
Eure Lisa

Zweiter Abschnitt der Reise nach Bunkpurugu

24. September
Um 4 bin ich von einem unheimlichen Krach aufgewacht. Ich wusste nicht, woher das kam und dachte erst, das hört eh gleich auf. Aber es wurde nur noch schlimmer. Klang schon fast wie ein Tinitus in meinem Ohr. :/ Von den anderen rührte sich keiner, sodass ich erst dachte, dass ich mir das einbilde. Aber dann war Gesa auch wach und meinte, ihr ging es genauso.^^ Wir sind in die hall gegangen und haben uns dort auf die Sofas gelegt. Sogar bis hierhin war das Geräusch zu hören, also so richtig einschlafen konnten wir nicht mehr... Um 5 mussten wir dann eh aufstehen, aber ich war so müde, dass ich noch bis halb sechs oder so liegen geblieben bin.
Ephraim kam aber dann und hat gesagt, dass unsere Koffer jetzt verladen werden sollen. Ich bin noch schnell unter die Dusche gesprungen, damit ich den Koffer noch zuende packen konnte. Irgendwann kam kein Wasser mehr aus der Dusche. -.- Hab mich dann halb mit Shampoo abgetrocknet, aber es ging halt nicht anders. Im ganzen Haus floss kein Wasser mehr und Hanna hat gesagt, dass der Wassertank leer ist. Das war auch das Geräusch von heute morgen, der Tank wurde irgendwie aufgefüllt oder so.
Jedenfalls hatte ich dann schnell meine Koffer voll und rausgebracht, wo grade alles auf die Ladefläche des Pickups geladen wurde.
Wir haben noch ziemlich lange draußen gewartet, bis alle fertig waren, dann haben wir uns in die Autos gesetzt. Es war wieder die gleiche Konstellation wie bei der Hinfahrt. Mit viel Gerumpel ging es los nach Nakpanduri. Wir sind durch wunderschöne Landschaften gefahren. Nakpanduri liegt auf einem Berg und in der Regenzeit ist hier alles noch grün. Die Aussicht war voll schön! Wir haben noch an einem Wasserfall angehalten. Da haben wir Fotos gemacht, auch ein Gruppenbild von uns Freiwilligen.
Die Straße war ziemlich verlassen, nur ab und zu kam uns ein Motorradfahrer entgegen. In Nakpanduri sind wir ausgestiegen und haben die Gasteltern von Gesa begrüßt. Dann haben wir uns noch das Freiwilligenhaus abgeschaut, das aber noch im Bau ist. Zwischen den Mauern wucherte nur so das Unkraut. Elisa erzählte uns später, dass das Haus schon sehr lange im Bau ist, aber nicht weitergeführt wird, weil es wohl an Geld mangelt. Sie hat schon privat durch Spendenaufrufe 1.000 € zusammengekriegt, aber das war scheinbar immer noch nicht genug.
Wir sind dann weitergefahren zu dem Haus, wo Elisa im Moment wohnt und Gesa jetzt auch. Elisa hat hier schon ein Freiwilligenjahr gemacht und verlängert, so wie Hanna. Sie wird im Juni nächsten Jahres ihren ghanaischen Freund Eric heiraten. :)
Elisa als „landlady“ hat uns in ihrer hall willkommen geheißen. Wir haben uns alle in den kleinen Raum gequetscht und sie hat uns Wasser angeboten, ganz wie es sich gehört.^^ Dann hat Mama ganz viel geredet, auch dass wir lernen sollen, wie man kocht und so weiter. Wir haben dann noch Elisas und Gesas Zimmer angeschaut.
Wir haben uns dann draußen unter einen Baum gesetzt, bzw. ein paar sind in dem Zimmer geblieben und wir haben einfach ein bisschen gequatscht. Sarah, Daniel und Jonathan sind auf den Baum geklettert.^^ Bei uns am Baum standen noch die Autos, so konnten wir noch Musik hören.
Als die Mädels aus den Zimmern kamen sind wir wietergefahren. Joe hatte einen Spieß mit Hundefleisch gekauft, da haben wir aus dem weißen Auto was von probiert. Also Hund schmeckt gar nicht so schlecht. Es war aber echt noch alles dran, Knorpel, Knochen und sogar noch ein Stück Fell! :P Wenn es Hund gibt, sagen die hier „Angola goat“ dazu, ist sowas wie ein Deckname. Aber alle wissen Bescheid, also ist es nicht ganz so wirkungsvoll. :D
Die Straße nach Bunkpurugu war am Anfang noch schön geteert und gerade, da haben wir uns schon gefreut. Wir haben ja vor, gelegentlich mit dem Moto nach Nakpanduri zu fahren, um Elisa und Gesa zu besuchen. Aber nach einer Weile wurde die Straße wieder grottig, aber so richtig. Das war keine Straße mehr, sondern ein Schweizer Käse!! :D
Dann kamen wir endlich in unserem endgültigen Zuhause an und Janina und ich waren natürlich total gespannt auf den Ort, wo wir die nächsten Monate verbringen würden.


Eure Lisa

Freitag, 28. Dezember 2012

Zebilla

22. September
Das Haus in Zebilla
In dieser Nacht konnte ich schlecht schlafen, bin ständig aufgewacht. Ich weiß nicht, ob das am laufenden Ventilator lag oder so... Die anderen Mädels waren schon beim Frühstück, als ich aufgestanden bin und mich fertig gemacht habe. Aber als ich zum Tisch kam, saßen sie immer noch da. Die Jungs waren natürlich immer noch am schlafen. ;)

Ich versuche mich am Raketenwerfen :
Wir sind dann zu Mamas Eltern gefahren, die wohnen in der Nähe von Zebilla. Janina, Daniel und ich saßen mit Ephraim und Emilia in dem weißen Auto. Da saß auch ein kleiner süßer Hund drin. Den hat Daniel auf den Schoß genommen. Das hätte er nicht machen sollen, der hat ihn nämlich nach kurzer Zeit vollgekotzt!^^ Ephraim meinte, dass der Hund vorher noch nie Auto gefahren ist. Kein Wunder also.
Die anderen saßen auf der Ladefläche des Pickups. War wohl sehr lustig, auch wenn sie sich gut festhalten mussten, die Straße war nämlich wieder so zerlöchert. Wir haben den „White Volta“ Fluss überquert und Ephraim meinte, dass von hier das ganze Wasser kam, dass bei unserer Hinfahrt die Straße überschwemmt hatte. Schon krass, dass das Wasser so weit geflossen ist!
Als wir bei Mamas Eltern ankamen, wurden wir herzlich begrüßt. Ihre Eltern heißen James und Mary und man sieht sofort die Ähnlichkeit.
Daniel hat erstmal Wechselklamotten bekommen, das sah sehr ulkig aus.^^
Zum Mittagessen gab es Perlhuhn und Rice Balls, aber das schmeckte nicht so lecker. Das Fleisch war wie Gummi!
Mama hat uns Zimmer gezeigt, in denen wir uns entspannen konnten. Das Auto musste nämlich so lange repariert werden. Ich habe weiter Tagebuch geschrieben (hab nämlich meinen Laptop mitgehabt) und währenddessen haben wir Musik gehört. Sarah, Daniel und Jonathan saßen im Nebenzimmer und haben Pumuckl gehört. :D
Irgendwann sind wir in die Stadt gegangen, um Eis zu kaufen. Aber als wir auf die Straße kamen, haben wir erst gesehen, wie weit das ist und da haben wir wieder kehrtgemacht. :D Wir sind dann in die andere Richtung, da gab es auch ein paar Läden. Leider gab es da kein Eis, aber dafür haben wir Kekse gekauft. Es gab Fake-Prinzenrolle in allen möglichen Geschmacksrichtungen, Erdbeere, Banane, Vanille, Schoko usw.
da war er noch brav!
Das mit der Bezahlung war irgendwie ziemlich durcheinander und hat ziemlich gedauert, weil der Verkäufer uns erst noch andere Kekse bringen musste, die nicht abgelaufen waren.^^ Aber schließlich hatten wirs geschafft. Gesa und Hanna haben noch MTN-Credits gekauft und dann sind wir zurück gelaufen. Es war voll heiß und wir waren froh, dass wir im Zimmer einen Ventilator hatten. Dort haben wir die Kekse probiert, Musik gehört und Fotos gemacht.
Ich hab ein bisschen geschlafen, war irgendwie fertig. Nach einer Weile war das Auto fertig und wir sind wieder zurück gefahren. Wir haben uns von Mary und James verabschiedet und uns für alles bedankt. Hanna hat den Anfang gemacht, das war gut, wir haben einfach alles so gemacht wie sie. Sie hat ihnen die Hand gegeben (natürlich die rechte) und dabei sich ein wenig verbeugt. Damit drückt man den Respekt gegenüber älteren Menschen aus.
Der "White-Volta"
Eigentlich wollte ich auf der Rückfahrt auf der Ladefläche des Pickups sitzen, aber es wurde schon langsam dunkel und die Sonne geht hier ja total schnell unter. Außerdem meinte Ephraim, dass es sehr kalt werden wird. Also mache ich das ein andern Mal. War im Endeffekt gut, dass ich im Auto saß, weil es die ganze Fahrt über gewittert hat. Man sah in der Ferne sehr gut die ganzen Blitze, Die waren so hell, dass jedesmal der ganze Himmel erhellt war und es waren so viele! Da kam ein Blitz nach dem anderen ohne Pause. Das war cool, aber den Donner hat man irgendwie nicht gehört.
Als wir Zuhause ankamen, war niemand da. Wir haben also unterm Pavillon auf Jesse gewartet, weil kein anderer einen Schlüssel für das Haus hatte.
Gewitter weit weg
Als wir dann drin waren haben wir uns auf die Sofas in der hall gesetzt und gechillt bei laufendem Fernseher. Es gab auch noch Essen, das wir von Mamas Eltern mitgenommen haben. Das war ein riesen Topf voll mit Reis und dazu Fleisch mit Soße. Das Fleisch war nicht lecker, aber Daniel hat sich gefreut, weil Schweinefleisch dabei war. :P
Später haben wir noch in der hall Karten gespielt.

23. September
Heute morgen um 6 sind wir aufgestanden, weil um 7 der Gottesdienst anfing. In der Nacht hat es scheinbar geregnet, es war alles nass. Also hab ich es mir wieder gespart, hinten auf dem Pickup zu fahren.
In der church war diesmal alles nur auf Englisch. Das hat den Gottesdienst wesentlich gekürzt. :P Wir mussten wieder aufstehen und Mama hat uns vorgestellt. Joe und Jesse haben Lobpreis gemacht.
Zuhause haben wir dann noch so eine Art „Sunday School“ gemacht, wie Mama es genannt hat. Wir saßen in der hall und haben ein paar Bibelverse zum Thema Weisheit gelesen und darüber geredet. Das war ein bisschen wie Hauskreis. :)
Mama wollte mit uns ein paar Spiele spielen und zwar immer Ghana gegen Deutschland. Wir haben zum Beispiel sowas wie Hufeisenwerfen gemacht und auch ein 7-raus-Turnier. Wir Deutschen haben leider kläglich versagt, aber Spaß hat es trotzdem gemacht.^^
Hanna, Daniel, Gesa, Janina und ich sind dann noch aufs Dach geklettert (also mit einer Leiter) und wollten den Sonnenuntergang anschauen, aber da gab es leider nicht so viel zu schauen, die Sonne war nämlich hinter ein paar Bäumen verschwunden. Aber man hatte trotzdem einen schönen Blick von da oben und wir haben ein paar Fotos gemacht.
Wir saßen dann noch in der hall und haben Fernsehen geguckt und uns um die Sofas gekloppt, jeder wollte eins für sich alleine haben! :D
Hier in Zebilla ging es uns also einfach zu gut. :P

Eure Lisa

Erster Abschnitt der Reise nach Bunkpurugu

21. September
Um 20 vor 5 ging mein Wecker. Ich war zwar noch richtig müde, aber wir wollten ja um 6 losfahren. Wir haben trotzdem noch was Kleines gefrühstückt.
Aus 6 wurde dann 7. Wir haben uns von allen verabschiedet, die Zuhause geblieben sind.
Ich saß zusammen mit Ephraim, Emilia, Joe, Daniel, Sarah und Janina in dem weißen Auto und in dem Pickup saßen Mama, Jonathan, Gesa, Hanna und Joseph der Fahrer (der wird auch Joe genannt).
Bei uns war es richtig gequetscht, weil wir zu viert auf der Rückbank saßen. Aber so konnten wir wenigstens nicht durch das Auto geschleudert werden. :D Die Straße war nämlich ein einziger Trümmerhaufen! Schon kurz nachdem wir losgefahren sind, rumpelte das Auto über die Straße, dass man Angst haben musste, dass es auseinander fällt! Aber da meinten Joe und Ephraim, dass das noch die „gute“ Straße ist und dass es später schlimmer wird! :/
Die überschwemmte Straße
Und es wurde wirklich schlimmer! Es gab irgendwann mehr Schlaglöcher als Straße und wir wurden so durchgeschüttelt, dass ich mit Sicherheit eine Gehirnerschütterung gekriegt hätte, wenn ich nicht mein Kissen an meinem Kopf gehabt hätte, den ich an das Fenster gelehnt hatte.


wir waten durch das Wasser
mit vereinten Kräften schafft man es auch durch dieses Hindernis
Dann ging es plötzlich nicht mehr weiter, weil die Straße komplett überschwemmt war. In Ghana ist es aber nicht so wie in Deutschland, wo mehrere Straßen von einem Punkt zum anderen führen, sodass man eine Umleitung nehmen könnte, sondern da gibt es nur DIE EINE Straße. Wir mussten also weiter. Da standen auch noch ein paar andere Autos, die nicht durchkamen. Wir (bzw. die Jungs) haben mitgeholfen, das eine Auto durch das Wasser zu schieben und dann sind wir durchgefahren. Das hat arg gespritzt und an der tiefsten Stelle stand das Wasser bis hoch zu den Fenstern! Mitten zwischen zwei Riesenpfützen kam der Pickup nicht mehr weiter, weil durch das Wasser die Elektronik nicht mehr anging. Aber nach ein bisschen hin und her ging es dann doch wieder.
Nach einer Weile ging es dann endlich holterdipolter weiter. Ich saß am Fenster, sodass ich bei jedem Loch und jedem Hügel gegen den Henkel an der Tür gedonnert bin. Hab einen blauen Fleck am Arm davongetragen.^^
Aber alles in allem war die Fahrt sehr lustig. Wir haben Musik gehört und teilweise versucht, zu schlafen, was nicht wirklich möglich war. Besonders weil Joe es sich zur Aufgabe gemacht hat, uns aufzuwecken, sobald wir endlich ein bisschen eingenickt waren.
In Bolgatanga haben wir Pause gemacht, weil da der Spiegel am Auto repariert wurde. Außerdem haben wir noch gegessen. Es gab Joloff Rice bzw. Plain Rice aus der Tüte mit Plastiklöffeln, also das übliche Fast Food hier. Es war komisch, so zu essen und irgendwie schwierig...
Als der Spiegel repariert war, ging es weiter. Ein Mann kam wütend zu unserem Auto und hat irgendwas davon geredet, dass jemand von uns sein Essen auf sein Autodach gestellt hätte und dass das so nicht geht, dass wir jetzt in Afrika sind und blabla. Keiner von uns hat irgendsowas gemacht, aber egal. Ephraim, Emilia und Joe haben sich einfach kaputtgelacht. :D
Nach Bolgatanga war es nicht mehr weit nach Zebilla, wo das zweite Haus von den Ayembillas steht. Das war unser Ziel für diesen Tag. Kurz bevor wir ankamen, hat Joe gesagt, dass es jetzt nur noch 45 Sekunden sind. Also haben wir runtergezählt und wir sind tatsächlich bei 0 angekommen! Ephraim hat erstmal die Wand angedotzt, aber das gab nur ne kleine Delle. :D
Hier wohnt im Moment Jesse, der zweitälteste Sohn, der uns willkommen geheißen hat. Das Haus ist noch luxuriöser als das in Jirapa. Die Räume sind richtig groß und alle mit Ventilatoren ausgestattet und in der hall steht ein großer Flatscreen. Vor dem Haus steht ein Pavillon im Hof.
Wir haben alle erstmal geduscht, weil wir komplett braun waren vom ganzen Staub, der während der Fahrt reingekommen ist! Auch die ganzen Koffer und Taschen waren voll mit Staub.
Mama hat uns die Räume gezeigt, wo wir schlafen werden. Wir Mädels schlafen alle zusammen in einem Raum, drei auf einem Bett und zwei auf Matratzen auf dem Boden.
Später gab es dann Abendessen. Emilia hat eine superleckere Tomatensauce gezaubert, ich glaube, da war sogar Käse drin! Dazu gab es Yams und Hähnchen. War sehr lecker. Danach habe ich mit Daniel, Sarah, Ephraim und Joseph UNO gespielt, aber nach einer Runde bin ich ins Bett gegangen, weil ich zu müde war. Die anderen sind schon vorher ins Bett gegangen, aber sie waren noch nicht am schlafen, als ich reinkam. Wir haben ohne Moskitonetz geschlafen, weil man keins aufhängen konnte. Und mein Dome konnte ich auch nicht aufstellen, weil die Matratze viel zu riesig war. Aber der Raum war schon mit Insektenspray eingesprüht und wir haben uns noch mit Nobite eingesprüht. So musste es auch gehen.
Ich war froh, mich nach der langen Fahrt ausruhen zu können. Schließlich waren wir immer noch nicht am Ziel!

Eure Lisa

Montag, 10. Dezember 2012

Klägliche Fahrversuche

Nach dem Aufstehen haben Janina und ich direkt angefangen, zu packen und das Zimmer endlich mal aufzuräumen. Aber mit dem Packen kam ich nicht so voran, weil ich das meiste noch brauchte.
Ich habe mir von den anderen Filme, Bilder und Musik auf meinen Laptop gezogen.
Wir haben noch unsere Wäsche aufgehängt, weil die immer noch feucht war von dem Regen gestern, obwohl sie schon sehr lange auf der Leine hing. Aber es hat zwischendurch nochmal geregnet.
Wir haben dann noch Jeff gesucht, damit er uns beibringt, Motorroller zu fahren. Er war in der Kirche am Keyboard. Ich musste natürlich auch mal kurz dran, aber danach sind wir raus zu dem Roller gegangen. Ich war scheinbar die einzige, die das lernen wollte. Also hab ich mich hinter Jeff auf den Roller gesetzt und dann sind wir zu einer freien Wiese gefahren, wo ich üben konnte. Am Anfang hatte ich noch ein bisschen Angst, weil ich nicht wusste, wie schnell Jeff fahren würde, aber dann hat die Fahrt doch Spaß gemacht. Auf der Wiese liefen einige Schafe rum, aber es war trotzdem genug Platz. Jeff musste für mich den Motor starten, weil ich nicht genug Kraft in meinem Bein hatte.^^ Dann hat er mir gezeigt, wo die Kupplung ist und wo das Gas. Ich versuchte also erstmal vorsichtig, anzufahren. Wusste noch nicht wie man bremst, also habe ich mit den Füßen über den Boden geschliddert, bis ich abgewürgt habe. :D Mein zweiter Versuch war etwas erfolgreicher, Jeff hat mir gesagt, wie man bremst und mir den guten Tipp gegeben, beim Gangwechsel das Gas wegzulassen. Da habe ich gar nicht dran gedacht! Ich war voll verwirrt, was man wann drücken musste. Hab ständig abgewürgt! :D Irgendwann hat sich Jeff dann hinten drauf gesetzt und mir immer gesagt, wann ich den Gang wechseln sollte und so weiter. Da ging es besser, ich bin richtig gefahren. :) Es hat echt Spaß gemacht und irgendwann ist Jeff einfach während der Fahrt abgestiegen. Beim Abbremsen hab ich wieder abgewürgt, aber ich war trotzdem stolz, richtig gefahren zu sein. :P Jeff meinte, auf der Rückfahrt müsste ich ihn hinten drauf mitnehmen. Ich hatte zuerst ein mulmiges Gefühl, weil auf der Straße ja noch andere Leute fahren und hier fahren nicht alle so ordentlich. Er meinte, ich muss nicht, wenn ich nicht will, aber ich hab gesagt, ich wills versuchen.
Beim Einbiegen auf die Hauptstraße hab ich wieder abgewürgt und dann 4 mal nicht geschafft, wieder anzufahren. Ich hab Jeff ziemlich auf die Palme gebracht! :D Auf der Straße war ich ein bisschen zu schnell, aber es hat einfach Spaß gemacht, außerdem war das eine lange, gerade und breite Straße.
abenteuerliche Packmethoden!
Als wir Zuhause ankamen war ich stolz wie Oskar. ;P Die anderen saßen alle draußen. Die Frauen haben auf den Stühlen gesessen, während die Männer den Pickup beladen haben – so wie es sich gehört! :D Es sah ziemlich abenteuerlich aus. Zwei Matratzen wurden an den Seiten drangebunden und dann noch eine Plane über den großen Berg verlegt. Ich habe schnell meinen Koffer geholt. Den anderen habe ich noch im Zimmer gelassen, weil ich ja noch meine Handtücher und so weiter da rein packen musste.
Schon irgendwie aufregend, dass wir schon so bald unser endgültiges Zuhause für dieses Jahr kennenlernen sollten!

Eure Lisa

Eine Wanderung im Regen

Hanna (eine Freiwillige, die ein Jahr verlängert hat) wollte uns mal das Waisenhaus zeigen. Da ist auch die Schule, in der sie im letzten Jahr gearbeitet hat. Es ist ganz in der Nähe, 30 Minuten Fußweg.
Auf dem Weg haben wir ganz viele Bilder von der schönen Landschaft gemacht. Ein kleines Zicklein ist uns blökend hinterhergelaufen, das war so süß! Es war ziemlich warm und wir haben uns alle gewünscht, dass es regnen sollte zur Erfrischung.
Zuerst sind wir zur Schule gegangen, da wurden wir herzlich von den Lehrern willkommen geheißen. :) Wir sind an den Klassenräumen außen vorbeigelaufen und haben in jeden durchs Fenster reingeschaut. Die Kinder haben sich alle gefreut, Hanna wiederzusehen und manche sind zum Fenster gelaufen. Jessica geht auch da zur Schule, sie kam sogar rausgelaufen und hat Hanna umarmt. :)
Danach sind wir zum Waisenhaus gegangen, das steht direkt neben der Schule. Es war gerade leer, weil ja alle Kinder in der Schule waren. Nur eine Frau, die da arbeitet war da und ein kleiner süßer Junge namens Emmaus, der heute krank war und deshalb nicht in die Schule gegangen ist.
Im Waisenhaus gab es zwei Schlafräume – der eine hieß „Esther's hall“ für die Mädchen und der andere „Elijah's hall“ für die Jungs. Es gibt scheinbar wesentlich weniger Mädchen als Jungs in dem Waisenhaus. Über der Tür stand in großen Buchstaben „Wellcome“ und „Herzlich Willkommen“. Schon komisch, dass das deutsche einwandfrei geschrieben war und das eine englische Wort einen Rechtschreibfehler drin hatte! :D
Wir haben uns vor die Tür gesetzt und geröstete Erdnüsse gegessen, die waren soo lecker!! Plötzlich hat es angefangen zu regnen, und zwar so richtig! Schon nach kurzer Zeit waren alle Wege mit großen Wasserpfützen bedeckt. Aber wir mussten ja irgendwie nach Hause. Zuerst haben wir noch ein bisschen gewartet, ob es besser wird, aber es wurde nur noch schlimmer! Dann haben wir uns gedacht, wir werden ja so oder so nass, also können wir auch jetzt losgehen, dann sind wir wenigstens früher Zuhause. :P
Nach ein paar Minuten waren wir von oben bis unten durchnässt und bei jedem Schritt bin ich in eine Pfütze in meinen Chucks getreten. Wir bereuten es, dass wir uns vorhin noch den Regen herbeigesehnt hatten, aber irgendwie war es auch lustig. :) War auf jeden Fall mal ne Erfahrung wert.
Als wir Zuhause ankamen, stand Jeff in der Tür und hat uns ausgelacht. Da sind wir auf ihn zugerannt und haben ihn umarmt und er ist schnell weggerannt! :D Er hat noch ein Foto von uns gemacht, denn wir sahen echt witzig aus.^^
Wir haben alle geduscht und uns umgezogen und ich fühlte mich danach sogar fast trocken! Dann haben wir uns noch von Dada verabschiedet, der nach Accra gefahren ist, um für uns die Arbeitserlaubnis und so zu besorgen.
Wir sollten dann in die hall und eine Erzählrunde mit Mama machen, die ist nämlich heute aus Accra wiedergekommen. Sie wollte nämlich wissen, was in der Zeit, in der sie in Accra war, hier geschehen ist.
Zum Abendessen gab es Banku und dazu noch Spaghetti, weil die wissen, dass wir Banku nicht so mögen. Im Endeffekt gab es zu viel Banku und zu wenig Spaghetti. :D Aber satt sind wir trotzdem alle geworden...
Ephraim meinte, dass wir morgen nach Bunkpurugu fahren würden! Das war ziemlich kurzfristig und hat uns ziemlich vom Hocker gehauen! Wir wollten uns doch noch von den anderen richtig verabschieden und Koffer packen mussten wir auch noch! Später hat Mama aber gesagt, dass wir erst am Freitag fahren, weil sie ja heute erst wiedergekommen ist und noch zu müde ist um gleich noch so eine große Fahrt zu machen. Da waren wir ziemlich erleichtert. Später hat sich herausgestellt, dass es gut war, dass wir nicht am Donnerstag gefahren sind, weil die Straßen nicht befahrbar gewesen wären. Die waren nämlich alle überschwemmt. Ich schätze, das war mal wieder eine geschickte Führung von Gott. ;) 

Eure Lisa
süße Baby-Ziege :)

auf dem Hinweg zum Waisenhaus


Das Waisenhaus in Jirapa


Völlig durchnässt kamen wir wieder Zuhause an!